Zehn Gründe,
warum Sie das Rauchen aufgeben sollten:
Rauchen führt zu Krebs. Im Tabak sind rund fünfzig krebserregende und
mitverursachende Substanzen enthalten. Außerdem vermindert Rauchen die natürlichen
Killerzellen im Körper, die das Immunsystem gegen Krebszellen einsetzt. Auch das bis vor
kurzem unverdächtige Nikotin und seine verwandten Alkoloide sind biochemische Vorläufer
stark karziogener Nitrosamine. Sie werden durch die Fermentierung, durch die Umsetzung in
der Glut oder auch erst durch den Stoffwechsel im Körper
zu Killersubstanzen. 50.000 Krebstote könnten durch den Verzicht auf den
Tabakgenuß jährlich verhindert werden, allein 80 bis 85% aller
Lungentumoren. Bei den Atemwegserkrankungen spielt der Teergehalt eine besondere
Rolle.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Umsteiger auf leichtere Zigaretten mit vermindertem
Nikotin- und Teergehalt den Verlust der alten Marke durch
Mehrrauchen und tieferes Inhalieren kompensieren. Der Unterschied
zwischen den einzelnen Tabakerzeugnissen liegt vor allem darin, daß Pfeifen- und
Zigarrenrauch stark die Schleimhäute reizt und deshalb seltener inhaliert wird.
Leidenschaftliche Raucher, die aus Gesundheitsgründen auf solche Produkte umsteigen, sind
aber oft schon so
"abgehärtet", daß sie auch dann noch aus vollen Lungen ziehen.
Ein spezielles Risiko für Blasenkrebs haben die Zigarettenraucher aber gemeinsam mit
anderen Paffern sind auch sie von allen möglichen Tumoren der Atem- und Verdauungswege,
von Nierenbecken- und Schilddrüsenkrebs bedroht. Das Risiko steigt in Verbindung mit
anderen Reizen: Rauchende Asbestarbeiter haben ein zehnmal höheres Risiko für
Lungenkrebs als nichtrauchende Kollegen. Brisant ist auch die Mischung von Dieselabgasen
und Tabakqualm bei Eisenbahnern und Fernfahrern. Frauen, die
längere Zeit geraucht haben, erkranken eher an Gebärmutterhals- und Brustkrebs.
Rauchen macht herzkrank. Fast jeder, der einen Herzinfarkt unter 40 Jahren
erleidet, raucht. Bei Frauen steigt das Risiko schon bei täglich einer bis vier
Zigaretten um das Doppelte oder Dreifache. Besonders teuflisch ist die Kombination von
Pille und Rauchen. Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel schlucken, haben ein erhöhtes
Infarktrisiko 7,5 Prozent, die Raucherinnen
unter ihnen aber von 74,5 Prozent! Durchblutungsstörungen
führen außerdem zu Angina pectoris, Arteriosklerose und Gefäßverschluß.
Rauchen macht invalide. 100.000 Menschen werden jährlich in der
Bundesrepublik zu Frühinvaliden durch Raucherschäden. Viele Nikotinabhängige paffen
weiter, auch wenn ihnen das Bein wegen Gefäßverschluß amputiert werden mußte. Schon
zwei bis fünf Zigaretten täglich führen zu Ansammlungen von Blutplättchen. Bereits
nach wenigen Tagen sind Veränderungen der Blutgefäße deutlich sichtbar. Leichte
Schäden können sich nach Verzicht auf Tabak zurückbilden. Bei älteren Menschen treten
Störungen durch mangelnde Durchblutung des Gehirns auf.
Rauchen macht impotent. Zwei Drittel der impotenten Männer jeder
Altersgruppe rauchen. Zahl und Beweglichkeit der Spermien sind beeinträchtigt.
Rauchen verändert das Erbgut. Jede Zigarette führt zu zehn Billionen
Veränderungen an den DNA-Strängen in den Zellen. Viele davon können vom Körper
repariert werden, aber nach Schätzungen hinterläßt jede einzelne Zigarette trotzdem
noch rund zehntausend Mutationen.
Rauchen schädigt das Ungeborene. Nikotin wird in der Muttermilch
angereichert und sammelt sich auch in der Plazenta. Babies von Raucherinnen sind kleiner
und wiegen im Durchschnitt 200 Gramm weniger. Ihre geistige und körperliche Entwicklung
verläuft langsamer.
Eine einzige Zigarette beschleunigt beim Embryo den Herzschlag um zehn bis zwanzig
Schläge pro Minute. Auch wenn nur der Vater zu Hause raucht, ist die Rate der Fehl- und
Totgeburten deutlich höher. Bei Säuglingen aus Raucherfamilien ist die
gesundheitsschädliche Belastung durch Cotinin (wie das Nikotin ein im Tabak enthaltenes
Alkaloid) so hoch, daß sie sich im Urin messen läßt.
Rauchen nimmt die Puste. Raucher haben eine deutlich verringerte
Lungenfunktion und neigen, völlig unabhängig vom Teer- und Nikotingehalt der Zigarette,
verstärkt zu Atemwegserkrankungen. Mit der Dauer des Rauchens steigt die Gefahr von
Lungenemphysemen (abnorme Aufblähung der Lungenbläschen).
Rauchen verbraucht Energie. Raucher wiegen weniger. Das liegt nicht nur
daran, daß sie statt zum Tortenstück zur Packung greifen. Durch die Anregung des
Nervensystems entsteht bei ihnen eine Art künstlicher Streß, die Herzschlag-Frequenz
steigt - der Körper verbraucht mehr Energie.
Rauchen verkürzt die Lebenserwartung. Jede Zigarette kostet fünfeinhalb
Minuten Leben. Starke Raucher büßen freiwillig zwölf Jahre und mehr ein. Jedes sechste
Leiden in der Bundesrepublik ist tabakrauchbedingt. Jährlich sterben etwa
200.000 Menschen frühzeitig an den Folgen des Rauchens.